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Texte, die sich einfach so ergeben. Nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zur existenziellen Erfahrung von Abschied und Neubeginn. Etwas verwandelt sich, wenn wir etwas Wichtiges zum Ausdruck bringen...

Wednesday, September 05, 2007

Verschiebungen

Seinseinbrüche, scheibchenweise.
Umgedreht im Gestaltungswahn. Fest im Griff.
Elastische Dehnungen im Zeitgeschehen.

Reisen im Körper in die dunkelhelle Kraftansaugung.
Ausgiebige Geborgenheit in kosmischer Umarmung.

Heilige verbrannte Rinde.
Kehrt in mir zurück.
Kraftplätze verteilt auf meiner Haut.
Angesaugt von der Weltumdrehung.
Lautloses Rennen mit Herzeklang.
Das offenbart alles. Jetzt!

Wednesday, August 29, 2007

Sehnsüchtig ausrasten.

Himmelhoch schreiend an deinen Brüsten lutschen.

Ausflippen. Jetzt. Und: Jetzt und auch: Jetzt!
Vollmond. Augenscheinlichster Lichthof. Ein Tag im August.

Nichtstun. Schauen. Wortkombinationen.
Küssen. Verbergen. Motorrad. In der Alten Donau jetzt
noch schwimmen gehen. Jetzt!
Beschleunigung. Schokolade. Gegenwind. Segeln.

Wednesday, May 30, 2007

BLUES

Um die Ecke geht das Leben.
Es hat sich verlaufen.
Zweifellos verzweifelt verwünscht es sich.

Es eilt in alle Richtungen gleichzeitig.
Trompetenklänge hüllen dich ein.
Dich schmerzt alles.
Der Blues hat nicht begonnen und noch nicht aufgehört.

Thursday, April 19, 2007

SPITZE !

Die rosa Flannellbluse sieht sich vor.
Sie versteckt sich im rosa Schal.
Der Zwetschkenbaum gefüllt mit Rosmarin
is not the end of the world.

Meine linke Zehenspitze beugt sich
über die rechte Zehenspitze.
In der lachsfarbenen Zeitung
von übermorgen lauert der
ultimative Füllfederreport.

Die dunklen Graszungen steigen plötzlich
in den Mond ein. Unverdrossen.
Ich schaue in die Sonnenschirme hinein.
Noch habe ich das grüne Sweatshirt an,
aus Kroatien.

Skulpturale Verbeugungen
legen es darauf an.
Sie schämen sich längst nicht mehr.

Sie verbeißen sich in ihre beruflichen
Aussichten. Eine schöne Aussicht!
Bei diesem Panoramablicken!

Klick! Klick!
Schon haben wir es eingefangen.
Das kleine wilde Panorama.
Da liegt es nun
und schnurrt.

BY THE BY

Das Blatt hat sich gewendet.
Der Kurs wird neu bestimmt.
Wo ist das rote Salz versteckt?
Wer hat es gesehen?

Die Socken haben sich davongemacht.
Am Kratzbaum sind die Träume aufghängt.
Dem Ruf ist sie entgangen.
Der Vorhang hat sie ausgeblendet.

Auf den Schultern rollt ein kleiner weißer Ball.
Zurück kehrt der bunte Blitz.
Ein Aufatmen geht
durch die Reihen.

Life is not about fixing.
Es läuft, es rollt. Es bewegt sich.
Es türmt, es stürmt.
Es taucht ein, es steht auf, legt sich hin.
Es schwimmt,
träumt
und
segelt.

Tuesday, March 20, 2007

VERWEGEN

Busen Art
Hüften Art
Augen Art
Quadrate blicken durch dich hindurch.

Schritte laufen rasend schnell.
Bleiben stehen.
Sara und Gloria laufen die Sterne hinauf,
außer Atem.
Angekommen.
Nebel im Ausschnitt.

Zwölf Marillen fallen vom Baum.
Vulkanische Cocktails
umkreisen deinen Fuß.

Wassertropfen auf der Haut.
Die Bücherecke rückt herüber.
Der frühe Vogel fängt den Baum.

Sternennacht unter der Achselhöhle.
Deinen Duft einsaugen.

Das Segel ist gesetzt.
Gegen den Wind wird es immer schneller.

Die Katzenpfote deutet auf das Schulterblatt.
Im Strohhalm finden sich Berg und Tal.
Handgelenk und Fingerspitzen
biegen um die Ecke.

Das Herz wächst aus den Palmen heraus.
Setzt sich
auf das Hell-Dunkel
der Mondwiese.

Ermattet liegt sie
auf zweiundzwanzig Gänseblümchen.

SALZ UND MASKE

Der Stern fällt herab.

Das Manifest der Hässlichkeit umschlingt das Scherenbein.
Geerbt wird nicht mehr.
Die durchlöcherte Häuserfront ist längst schon überflutet.

Keine Salztropfen mehr in der Sahara.
Die Dächer sind zu glatt.
Sie hängen durch unter den Regenmassen.

Die Eidechse schaut neugierig ums Eck.

Der Rucksack ist gepackt.
Die Schritte wiegen schwer.

Die Maske vom Gesicht gerissen,
steht der Flieger auf der Bahn.
Vorerst heult der Motor auf.
Es geht voran.

Saturday, March 17, 2007

NICHT REAL

Verliebt einseitig.
Unerwidert.
Zukünftlig gnadenlos.

Verträumt. Schwebend.
Schlaflos wach.

Die Nächte fesseln dich.
Atmen dich durch.
Sie feiern dich ohne dich.
Widersinniges Hoffen.
Amour fou.
Die Flugzeuge schwirren
um die Äste und deinen Ohren.
Sie sausen pausenlos.
Sturzflüge durch das Erdinnere.

Die Füchse sind plötzlich aufgewacht.

MÄRZTAGE

Abschied, der ist naheliegend
in nächster Zeit.
Ist schon passiert
schneller als du glaubst.

Es ist alles zu schön
zu bunt
zu farbig
zu glänzend
zu hell
der Schatten noch strahlt alles wider.

Über den schwarzen Bergen
endlose Weite.
Dem Charme nicht widerstehen können.
Welche Niederlage!

Ein Blatt Papier und dann
das nächste.
Kadmiumrot. Lindgrün. Kobaltblau.
Leuchtend. Unvermischt.
Hektische Pinselstriche.
Süßer Geruch.
Es ist immer da
das Verlangen
nach mehr.

Nebel im Scheinwerferlicht.
Der Schmerz.
Die Sehnsucht.
Erfüllen den Tag, die Nacht.
Mehr als alles zuvor.

Wednesday, March 07, 2007

NICHT VON DIESER WELT

Wilde Wildheiten wirbeln schwebend der Sonne entgegen.
Anarchische Hände tragen dich fort.
Ein Kontinent flüstert es dir ins Ohr.
Es kitzelt dich. Ein Schauer läuft vorüber.

Mit der Zunge am Horizont entlang.
In der Mitte ein Sog.
Die spitzen Flügel berühren deinen flachen Bauch.
Musik umhüllt meine Zehen.
Rosa Schachbrettmuster.

In deinen Armen liegend, geht die Sonne auf.
Es kommt über deinen Rücken gelaufen,
es ist das Honigkuchenpferd.
Eine Schreien, ein Atmen.

Ein Hauch kreist um deinen Busen.
Er schmeckt nach frischem Wolkenlicht.
Ein erstes Lächeln.

Felsen laufen zwischen den Zwergen entlang.
Zwei konzentrische Kreise berühren sich im See.
Sterne blitzen auf. Hinter der Schulter verstecken sie sich.
Ein sattes Atmen wartet auf dich.
Am Abend. In der Nacht.
Am Morgen.
Ein roter Fisch singt im Radio.

WIE EIN STEIN

Alles aufgebauscht. Alles entrissen.
Fleischfressende Pflanzen
zerteilen deine Haut.

Alles glänzt. Alles bricht auseinander.
Kein Stein steht mehr auf dem anderen.
Du bist wie ein Stein, hatte sie einmal gesagt.
Gemeint war damit, ich würden nicht zuhören.
Jetzt würde ich zuhören.

Yoko ist in der Hängematte gelandet.
Sebastian blickt zu ihr auf.
Ein bewundernder Blick.

Jede Körperzelle ist einzeln umgedreht
und durchgelüftet.
Es ist mir darin kalt und heiß.
Wohin... wohin?

GRÜNER TEE

Grüner Tee über dem Gugenhupf.
Du sitzt in einer Erdbeere.
Und hörst den Engeln zu.
Die Zärtlichkeit der blauen Pinguine
regnet auf mich herab.
Du kannst es nicht erwarten,
sie wiederzusehen.

DIE WELT UMKREISEN

Aus der alten Welt in die Neue.
Die Einsamkeit hinter uns.
Eine Feder aus deinem Gefieder.
Sanft und stark.
Sie duftet nach Regentau.

Der Kolibri ist in sich selbst verliebt.
Singt und lacht.
Will abheben.
Im Spiegel fliegen lernen.
Die Welt umkreisen.

Die Blätter funkeln grün und rot.
Im Sturzflug wird alles neu erfunden.
Alles weggefegt.
Alles dreht sich, bewegt sich.
Es gibt keinen Stillstand mehr.

ENTWISCHT

Es ist
wie Tanzen in einem Schlüsselloch.
Die Schultern hochgezogen.
Ausgezogen.
In Windeseile.

Die Katzen rauschen ab.
Sie pfeifen auf diese Welt.
Dieses Gefängnis der Vorzeichen
und Doppelmoral.

Sie riskieren alles.
Augen zu und durch.
Das Kampfgeschwader zielt auf sie.
Wer gewinnt, das weiß niemand.

LOSGELÖST

Frei. Unabhängig. Losgelöst.
Durch die Lüfte fliegen.
Über den Wolken schweben.
Durch das Feuer laufen.

Deine Fingerspitze.
Berührt meinen Oberschenkel.
Die Galerie flüstert mir Gute Nacht.
Deine Konturen erreichen meine Stirn.
Darunter sitzt die diktatorische Prinzessin.
Sie schleudert Pfeile ab.

Die Nachtigall verläßt das Discoland.
Die Dunkelheit sitzt auf meinen Schultern.
Himmelblau-lachsrotes Abendrot.
Anna und Gloria senden einen Silberbogen.

Orangen und Avocados zwischen den Palmen.
Niemals als jetzt war diese Frucht köstlicher
als je zuvor.